Mädchen stärken, Regenwald retten.

Wie rettet man das letzte verbleibende Stück des Atlantischen Regenwaldes in Paraguay langfristig vor der Abholzung? Durch Bildung für chancenlose indigene Mädchen! So werden sie zu Botschafterinnen des Wandels in ihren Dörfern und sorgen dort für eine nachhaltige Entwicklung.

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Project Brainforest ist ein Gemeinschaftsprojekt der größten Umweltschutzorganisation Paraguays - der Fundación Moisés Bertoni - und der deutschen Entwicklungsorganisation URIDU. Ziel des Projektes ist es, indigenen Mädchen das Wissen, die Hilfsmittel und die Fähigkeiten zu vermitteln, um in ihren Gemeinden eine positive und nachhaltige Entwicklung anzustoßen.

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Das Mbaracayú UNESCO Biosphärenreservat

Das Mbaracayú UNESCO Biosphärenreservat umfasst 64.000 Hektar und repräsentiert zwei Ökosysteme, die beide weltweit einen hohen Schutz genießen: den Atlantischen Regenwald und die Cerrado Savanne. Der atlantische Regenwald ist einer der vielfältigsten und biologisch reichsten Wälder der Welt - aber auch einer der am stärksten bedrohten. Nur etwa 7% seiner ursprünglichen Fläche bestehen in der Gegenwart fort.

Project Brainforest und die Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die SDGs skizzieren eine neue und ehrgeizige weltweite Agenda, um Armut und Hunger zu reduzieren, Gesundheit zu verbessern, Gleichberechtigung zu ermöglichen, den Planeten zu schützen und vieles mehr. Project Brainforest integriert 12 der insgesamt 17 Ziele in sein Bildungs- und Naturschutzkonzept.
  •  Keine Armut

    Keine Armut

  •  Keine Hungersnot

    Keine Hungersnot

  •  Gute Gesundheitsversorgung

    Gute Gesundheitsversorgung

  •  Hochwertige Bildung

    Hochwertige Bildung

  •  Gleichberechtigung der Geschlechter

    Gleichberechtigung der Geschlechter

  •  Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

    Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

  •  Erneuerbare Energie

    Erneuerbare Energie

  •  Gute Arbeitaplätze und Wirtschaftswachstum

    Gute Arbeitaplätze und Wirtschaftswachstum

  •  Reduzierte Ungleichheiten

    Reduzierte Ungleichheiten

  •  Verantwortungsvoller Konsum

    Verantwortungsvoller Konsum

  •  Maßnahmen zum Klimaschutz

    Maßnahmen zum Klimaschutz

  •  Leben an Land

    Leben an Land

Die Töchter des Waldes
Die Regenwaldschule für Mädchen
Das Centro Educativo Mbaracayú (CEM) ist ein Internat für junge indigene Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren mitten im Mbaracayú Biosphärenreservat. Die Schule wurde 2009 als Teil einer Strategie gegründet, welche lokale Gemeinden in den Naturschutz integriert. Die Schule bietet ein technisches Abitur in Umweltwissenschaften an, das sich auf die Methodik des "learning by doing" konzentriert. Aufgabe des CEM ist es, junge Landfrauen zu Botschafterinnen des Wandels, zu Naturschützerinnen und zu Unternehmerinnen zu machen, die die Lebensqualität in ihren Gemeinden verbessern.
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Die indigenen Gemeinden der Region
Indigene Gemeinden der Mbya-Guaraní und Aché Ethnien leben im Einzugsgebietes des Mbaracayú Biosphärenreservats. Mehr als 80% der Bevölkerung der Region leben in extremer Armut; die Analphabetenrate unter Frauen ist enorm hoch. Fast 90% der Mädchen werden im Alter von 14 Jahren schwanger und brechen die Schule ab. Indem man diesen jungen Frauen neue Perspektiven bietet, tragen sie aktiv zu einer positiven Veränderung in ihren Gemeinden bei und sichern damit den Fortbestand des Regenwaldes.
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URIDU - Wir machen Wissen hörbar
Project Brainforest unterstützt die Schülerinnen der Regenwaldschule dabei, das erworbene Wissen zu Themen wie Gesundheit, Hygiene, Familienplanung und Einkommensquellen in ihre Gemeinden zu tragen. Aufgrund der hohen Analphabetenrate werden hierfür solarbetriebene MP3-Player der deutschen Entwicklungsorganisation URIDU genutzt. So schaffen die Mädchen neue Perspektiven für die indigene Bevölkerung.
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